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01.05.2017Deutsche Stiftungen weltweit aktiv in der Entwicklungszusammenarbeit

Von: stiftungsrecht-plus-team

Deutsche Stiftungen engagieren sich unmittelbar oder mittelbar im Feld der Entwicklungszusammenarbeit. Der am 28.04.2017 in Berlin vom Bundesverband deutscher Stiftungen vorgestellte StiftungsReport „Entwicklungszusammenarbeit: Wie Stiftungen weltweit wirken“ gibt Einblicke in die Arbeit deutscher Stiftungen weltweit.

In Zeiten wachsender globaler Herausforderungen wird die Entwicklungszusammenarbeit immer wichtiger. 1.766 deutsche Stiftungen aller Rechtsformen engagieren sich unmittelbar oder mittelbar im Feld der Entwicklungszusammenarbeit. Von den aktuell 21.301 rechtsfähigen Stiftungen bürgerlichen Rechts in Deutschland sind das 5,7 Prozent.

Der StiftungsReport „Entwicklungszusammenarbeit: Wie Stiftungen weltweit wirken“ zeigt, dass immer mehr Stiftungen sind in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv sind. Deutsche Stiftungen sind in zahlreichen Ländern der Welt aktiv. Laut Datenbank Deutscher Stiftungen engagiert sich eine deutliche Mehrheit der in der Entwicklungszusammenarbeit tätigen Stiftungen, rund 70 Prozent, auf dem afrikanischen Kontinent, 61 Prozent in Asien, 57 Prozent in Süd- und Mittelamerika und 43 Prozent in Osteuropa. Dabei dominieren mit 60 Prozent vor allem Stiftungen, die fördernd tätig sind und ihre Mittel an andere Organisationen geben, ohne eigene Projekte durchzuführen. Beispielsweise unterstützen sie Nichtregierungsorganisationen (NROs) sowie regionale Organisation vor Ort durch Zuschüsse oder Kredite. 13 Prozent der betrachteten Stiftungen sind ausschließlich mit eigenen Projekten operativ tätig, weitere 27 Prozent operativ und fördernd. Es sind vor allem kleinere und mittlere Stiftungen, die das Feld der Entwicklungsarbeit prägen. Rund 55 Prozent der untersuchten Stiftungen geben unter 50.000 Euro im Jahr für den Satzungszweck aus, 25 Prozent zwischen 50.000 bis 500.000 und nur 19 Prozent über 500.000 Euro.

Stiftungen verfolgen dabei unterschiedliche Ansätze und Methoden. Eine Leitidee für nachhaltiges globales Stiftungshandeln sind die im September 2015 von der UN von 193 Staaten verabschiedeten weltweiten Entwicklungszielen, den Sustainable Development Goals (SDGs) im Rahmen der Agenda 2030. Dabei ist die Agenda 2030 laut einer Umfrage des StiftungsPanels im September 2016  bisher bei mehr als die Hälfte der befragten Stiftungen (noch) unbekannt (58 Prozent, n=200). Unter den Stiftungen, die die Agenda 2030 kennen, orientieren sich knapp 24 Prozent in der Stiftungsarbeit an den SDGs (n=200).

Wie sich deutsche Stiftungen in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) engagieren, ist bisher kaum bekannt. „Der neue StiftungsReport des Bundesverbandes nähert sich der Thematik erstmals systematisch über Daten, Fakten und 83 Good-Practice-Beispielen, um den Blick zu weiten und die vielfältigen Möglichkeiten von Entwicklungszusammenarbeit aufzuzeigen.“ erläutert Anke Pätsch, Leiterin Internationales beim Bundesverband Deutscher Stiftungen.

Der StiftungsReport beleuchtet neben dem Auslandsengagement auch Inlandsarbeit und globales Lernen im Sinne der SDGs als wichtige Handlungsfelder, in denen sich deutsche Stiftungen engagieren. Im Fokus steht dabei u.a. die globale Zukunftssicherung, etwa durch Ressourcenschutz und die Förderung von Konzepten gegen den Klimawandel.

Der StiftungsReport ist kostenlos gedruckt und digital erhältlich. Download unter: www.stiftungen.org/stiftungsreport

(Quelle: PE Bundesverband Deutscher Stiftungen vom 28.04.2017, Martin Speer, Pressesprecher, Martin.Speer(at)stiftungen.org; www.stiftungen.org)

Zur Erinnerung: Maßgebend ist hier § 51 Abs. 2 AO, der lautet:

"(2) Werden die steuerbegünstigten Zwecke im Ausland verwirklicht, setzt die Steuervergünstigung voraus, dass natürliche Personen, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Geltungsbereich dieses Gesetzes haben, gefördert werden oder die Tätigkeit der Körperschaft neben der Verwirklichung der steuerbegünstigten Zwecke auch zum Ansehen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland beitragen kann."