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Dr. K. Jan Schiffer

Dr. K. Jan Schiffer ist Wirtschaftsanwalt und berät seit 1987 vor allem Familienunternehmen, Stiftungen, Verbände, staatliche Stellen, …mehr

08.08.2018(Aus der) Kritik der reinen Vernunft (?): Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen

Von: K. Jan Schiffer

(24.04.2017 - ergänzt am 08.08.2018)

Es geht doch nichts über Kommunikation - auch im Gespräch. Einem entsprechend gelungenen Gespräch mit Frau Dr. Silke Dierks, Mainz, verdanke ich ein ganz wunderberes Zitat von Immanuel Kant aus der "Kritik der reinen Vernunft", das wörtlich wie folgt lautet (Hervorhebung = nur hier):

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“

(Das Zitat findet sich u. a. unter http://gutenberg.spiegel.de/buch/-3505/1 auf die Frage „Was ist Aufklärung?“)

Das sollte uns doch alle ermutigen:

Wir brauchen niemanden, der uns sagt, wie etwas richtig ist. Wir denken (immer noch oder wieder) gerne selbst - natürlich auch vor, nach und in einer Diskussion und nach einer Recherche (Aufklärung), ...

Auf geht's ans Denken mit bestem Dank an Frau Dierks!

Ergänzung vom 08.08.2018:

Zu dem vorstehenden Text hat uns unser treuer Leser und Anwaltskollegen Dr. Olaf Henß geschrieben, was u. a. zeigt, dass wir nie auslernen:

"Ich habe mir mal wieder die Zeit genommen und in Ihrem lesenswerten Blog geschmökert. Dabei bin ich auf den Beitrag von vor gut einem Jahr gestossen, in dem auf die berühmte Definition des Begriffs "Aufklärung" durch Kant Bezug genommen wird. Als bekennender Kant-Fan kann ich Ihre Aussage, dass das Zitat aus dem (monumentalen, in der ersten Hälfte nahezu unverständlichen) Hauptwerk von Kant  (Kritik der reinen Vernunft) stammt, nicht stehen lassen.

Das Zitat stammt aus dem Aufsatz von Kant "Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?" in der Dezember-Ausgabe der Berlinischen Monatsschrift von 1784. Das Zitat findet sich bereits auf der ersten Seite (Fettdruck von mir). Der Aufsatz ist auch über das Zitat hinaus lesenswert.
"

Hat sich Kant hier etwa selbst zitiert? Das wäre zur Verbreitung seines Gedankens durchaus sinnvoll.

Ich will das aber gar nicht weiter prüfen. Es ist mir heute und generell viel zu heiß, um mich mit den Kant-Kennern einzulassen. (Ich danke beiden Zitat-Lieferanten ausdrücklich!) Entscheidend ist mir der kantsche Gedanke. Der trifft, oder?