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Dr. K. Jan Schiffer

Dr. K. Jan Schiffer ist Wirtschaftsanwalt und berät seit 1987 vor allem Familienunternehmen, Stiftungen, Verbände, staatliche Stellen, …mehr

11.10.2019Vermehrte Steuerabzugsfähigkeit?

Von: K. Jan Schiffer

Unser Freund und Unterstützer Ernst Maier-Siegert vom BC schreibt im BC-Newsletter vom 10.10.2019 über einen ganz bemerkenswerten Steuerfall, aus dem wir lernen können:

Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts hat Geräte im Wert von über 42.000 € angeschafft, und zwar zur Installation in einer Immobilie. Die GbR buchte den Gesamtbetrag der Anschaffungskosten unzulässigerweise sofort als Aufwand. Zudem machte die GbR zugleich lineare Abschreibungen über eine Laufzeit von 10 Jahren für die Geräte geltend. Die „Aufwandsaufblähung“ untersagte nicht nur das zuständige Finanzamt, sondern auch das Finanzgericht Düsseldorf (Man siehe dazu etwa hier: https://rsw.beck.de/cms/main?docid=421470) mit der simplen und deutlichen Begründung: Wo kein Restbuchwert vorhanden ist, kann auch keine Abschreibung erfolgen. Maier-Siegert sagt es so: „Wo nichts ist, lässt sich auch nichts mehr holen.“

Mit Maier-Siegert muss man sich da fragen, warum in einer so klaren Angelegenheit die Revision beim BFH zugelassen wurde. Will das Finanzgericht hier etwa Steuerphantasten unterstützen? Und das, wo es die Sache doch so erfreulich und klar auf den Punkt gebracht hat, was in Zeiten von „Fake-News" und Wort- wie Inhaltsverdrehereien nicht eben selbstverständlich ist.

Was lernen wir? Letztlich scheint das Gericht der Mut verlassen zu haben. Nun, wir werden sehen, wie es weitergeht.