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Sabab Lou

Sabab Lou

Meistens ist es das Kleingedruckte. Dass mal wieder ein 12 Meter langes Fischerboot mit 40 Schwarzafrikanern vor der Ferieninsel Gran Canaria Schiffbruch erlitten hat und nur 12 Menschen lebend geborgen werden konnten.

„It’s the economy, stupid“, meinte der Wahlkampfleiter Bill Clintons. Mit dieser Erkenntnis gewann Clinton die Wahl gegen H. W. Bush im Jahr 1992. Arm und reich sind wirtschaftliche Phänomene, und dass die 40 Menschen die lebensbedrohliche Flucht über den Atlantik wagten, hat mit der bitteren Armut in ihren Ländern zu tun und ihrer Hoffnung auf ein besseres Leben im reichen Europa. Die Stiftung Sabab Lou packt das Problem an der ökonomischen Wurzel an.

Sabab Lou heißt auf Deutsch „was man tun muss, um sein Ziel zu erreichen“. Der Begriff stammt aus dem Wolof, einer westafrikanische Stammessprache, die auch die Fischer des senegalesischen Dorfes Dionewar sprechen. 12 junge Männer aus diesem Ort gaben vor 2 Jahren Anlass zu solch Kleingedrucktem.

Die Stiftung Sabab Lou unterstützt unternehmerische Initiativen der Menschen in den armen Ländern, indem sie die Projekte zusammen mit den Menschen entwickelt, plant und durchführt. „Zusammen Arbeit schaffen“, so lautet der Leitspruch der Stiftung. Sie wurde am 5 Mai 2009 als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts anerkannt, mit ihren Aktivitäten in Entwicklungsländern dient sie mildtätigen und gemeinnützigen Zwecken.

Die Ideen kommen von den betroffenen Menschen selbst. Wie kann Arbeit, wie kann eine Erwerbsgrundlage geschaffen werden? Wir, die Stiftung, helfen ihnen, diese Ideen zu entwickeln, wir planen mit ihnen zusammen ihr Projekt, und wir stehen ihnen beiseite, wenn sie es durchführen. Wir arbeiten operativ, mit professionellem Projektmanagement. Laufende Berichte widerspiegeln den Fortgang und den aktuellen Status der Projekte. Die notwendigen Investitionen ermöglichen wir durch Darlehen, die im Laufe der Durchführung zurückbezahlt werden und die dann wieder für neue Projekte bereitstehen.

Hauptziele der Projekte sind 1. Arbeit schaffen, 2. Armut reduzieren, 3. Abwanderung stoppen.

Betrachten wir zwei konkrete Projekte!

Projekt Dionewar
Die Stiftung unterstützt eine Kooperative von Fischern des senegalesischen Dorfes Dionewar, ca. 200 Kilometer südlich von Dakar im Sine-Saloum-Delta. Gewerblicher Fischfang ist seit vielen Jahren nicht mehr möglich, weil die internationalen Fangflotten den einheimischen Fischern die verkaufsfähigen Fische vor der Nase wegfischen und so auch keine Erwerbsgrundlage für die Familien mehr gegeben ist. Ein Grund für ein Dutzend junger Männer des Dorfes, ihr Heil im 1200 Kilometer entfernten Spanien auf den Kanaren zu suchen. Ihre Flucht hinterließ eine Wunde, aus der heraus aber auch eine Vision erwuchs. Die Männer des Dorfes taten sich zusammen, um Mittel und Wege zu finden, wieder dem gewerblichen Fischfang nachzugehen. Mit einer größeren Piroge und stärkeren Außenbordmotoren sollen weiter draußen im Atlantik größere vermarktbare Fische gefangen werden. Die Stiftung Sabab Lou unterstützt dieses Projekt mit einem Darlehen von 20.000 EURO und begleitendem Projektmanagement. In diesen Tagen läuft die neu erbaute stattliche 20 Meter-Piroge zu ihrer ersten Fangfahrt aus. Bei den zwischen 6 und 10 Tage dauernden Fangfahrten sollen jeweils zwischen 1 und 2 Tonnen Fisch gefangen werden und auf dem Hauptmarkt in Dakar verkauft werden. Über den weiteren Verlauf werden wir berichten. Übrigens, als die Fischer erfuhren, dass wir unsere Stiftung „Sabab Lou“ nennen wollen, haben sie sich riesig gefreut. Sie wollen ihr Ziel erreichen und die Stiftung hilft ihnen, das dazu Notwendige zu tun.

Projekt Offinso
Mit einem Darlehensfonds von zunächst 2.000 US Dollar unterstützt die Stiftung alleinerziehende und HIV-infizierte Mütter im zentralghanaischen Offinso in der Ashanti-Region. Die Frauen erhalten Mikrokredite zwischen 150 und 200 Dollar, um ein kleines Handelsgewerbe auf- oder auszubauen. Wenn sie damit schon angefangen hatten, so arbeiteten sie im wörtlichen Sinne von der Hand in den Mund. Wegen mangelndem Kapital mussten sie ihre Waren in Kommission nehmen, was sich der Lieferant mit einem stattlichen Aufpreis vergüten ließ. So reichte der Erlös meistens gerade für den täglichen Bedarf. Rücklagen für die Erziehung der Kinder und die Gesundheitsvorsorge, insbesondere für die Beschaffung der antiretroviralen Medikamente konnten nicht gebildet werden. Ganz zu schweigen von Rücklagen für die Ersatzbeschaffung von Betriebsmitteln. Der örtliche Projektmitarbeiter der Stiftung betreut die Darlehensnehmerinnen in dem neuen Projekt. Sie besuchen zudem von der Regierung angebotene Kurse für Handels- und Gewerbetreibende. Ziel ist auch hier, dass die Frauen Spareinlagen machen und so eine tragfähige Lebens- und Erwerbsgrundlage aufbauen. Alle 5 Frauen der ersten Gruppe haben ihre Kredite zurückbezahlt und können heute und zukünftig für sich und ihre Familien selbst sorgen. Die Rückzahlungen der zweiten Gruppe verlaufen planmäßig. Eine weitere Gruppe von fünf Frauen sollen in diesen Tagen ihre Darlehen erhalten. Wir freuen uns mit diesen Frauen und berichten laufend von ihren Erfolgen.

Helfen Sie mit, diese und weitere Projekte zu realisieren!

Spendenkonto Stiftung Sabab Lou: 199990
Bank: Merck Finck & Co
BLZ: 700 304 00
IBAN DE08 70030400 0000 1999 90
BIC MEFIDEMMXXX

Stiftung Sabab Lou
Vorstand: Dr. Friedrich Keller-Bauer
Paulusstraße 23
70197 Stuttgart

Tel.: 0711.2487417
Fax: 0711.2487418
info(at)sabab-lou.de
www.sabab-lou.de

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